August, 30 Grad, laues Lüftchen – Sommer in Schleswig-Holstein. Was kann man an solchen Tagen am besten machen? Richtig, 300 km radeln. Was?
Ja klar, im August radeln sich 300 km gemütlich. Es ist so warm, dass ein Outfit reicht. Man braucht keine Klamotten für alle Wetterlagen, es ist lange hell und der Fahrtwind ist wirklich angenehm.
So trafen sich am 15.8. um 6.00 Uhr einige Rennradfahrer in Sülfeld, um festzustellen, ob 300 km wirklich 300 km sind oder 200+100km. 
Der Track ging auf vielen Wirtschaftswege nach Kiel, über Eckernförde weiter nach Kappeln und zurück über Lindaunis, Gettorf, Bordesholm nach Sülfeld. 
Eine kleine Reise durch Schleswig Holstein und durch Orte, die man noch nie gehört hat: Krusendorf, Stratenbrook z.B, …
Die 300 km waren aber erstmal zu knacken und sie sollten - trotz der nordischen Höhenmeter- einfach werden. Außenstehende können das schwer nachvollziehen, wie man bei solchen Distanzen von „einfach“ reden kann. Aber in unserer Parallelwelt amüsieren uns diese Fragen, wie bspw.: "Wo kommen Sie her? Wo wollen Sie heute noch hin? Wie viele Kilometer? Wie jetzt – nur mit dem Rad? Sind Sie Profis oder einfach verrückt?"
Verrückt muss man schon sein. Ab und zu die Zähne zusammenbeißen muss man auch.... Der Spass darf nur nie auf der Strecke bleiben. 
Gestern blieb der Spaß nicht auf der Strecke, auch wenn mal ziepte. Ein solches Vorhaben gelingt mit einer intakten Truppe, in einer schönen Landschaft bei schönem Wetter. Beschwingt durch diese Faktoren lief unsere Ausfahrt richtig gut. 
Tatsächlich standen bei der Ankunft am Abend in Sülfeld 300 km bei allen Mitreisenden auf dem Navi. Das war wieder ein toller, (sehr) langer Tag auf dem Rad, an den sich alle erinnern werden, denn bei den meisten war das erste Mal „300 km“  auf dem Navi zu lesen. Ein voller Erfolg.
Noch ein Gedanken zur Landschaft: Wieder einmal waren wir begeistert von Schleswig-Holstein und den vielen versteckten Wirtschaftswege, die sich durch Felder, Wälder über Hügel bis zum Wasser schlängeln und  immer wieder fantastische Ausblicke bieten. Oben im Schwentinental rüber nach Kiel und an der Schlei war es pures Genussradeln.
Was haben wir für ein Glück, hier zu wohnen... und auch in dieser manchmal anstrengenden Corona Zeit, sowas erleben zu können?

 

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